Szenenanalyse: Ende des ersten Aktes Anklage – Besuch der alten Dame

Hier findet man eine kurze Szenenanalyse des Ende des ersten Aktes des Buchs: Der Besuch der alten Dame. Hier wird der Leser und auch die beteiligten Güllener mit einer Anklage konfrontiert.

Am Ende des ersten Aktes des Buchs: Der Besuch der alten Dame bricht Claire Zachanassian ihr schweigen und verkündet offiziell, dass sie der Stadt 1 Milliarde überlässt, zum Preis der Gerechtigkeit. Auf die Frage des Bürgermeisters, wie das zu verstehen sei, beginnt die Szene in Forme einer Gerichtsverhandlung. Alle Parteien sind mit Claire Zachanassian als Klägerin, dem Butler Boby als Richter, Alfred Ill als Angeklagter, Koby und Loby als Zeugen und der Bürgermeister als Verteidiger vertreten.

Ill als Protagonist der Verhandlung ist erst verwundert und gleichzeitig geschockt. Während der gesamten Anklage, die vom Butler geführt wird, schweigt Ill. Erst nach dem der Butler Claire Zachanassian um Bestätigung des Falls bittet, erwacht Ill aus seiner Starre:

Ill stampft auf den Boden Verjährt, alles verjährt! Eine alte, verrückte Geschichte.

Nicht nur Ills Reaktion mit dem Stampfen auf den Boden zeigt, was er von der Anklage hält. Die Wiederholung des Wortes „verjährt“ zeigt, dass sich Ill keiner Schuld bewusst ist. Mit dem Klimax (Steigerung) „alte, verrückte Geschichte“ unterstreicht er die Unbedeutsamkeit des Falles für ihn.

Ein Gedanke zu „Szenenanalyse: Ende des ersten Aktes Anklage – Besuch der alten Dame

  1. Ella Jochmann

    Die zu analysierende Szene am Ende des Ersten Aktes, aus dem Drama ,,Der Besuch der alten Dame“, geschrieben von F.Dürrenmatt, erstmals erschienen 1956 in Zürich, handelt von der Bedingung Claire Zachanassians für eine Milliarde Alfred Ill zu töten, und den darauffolgenden Reaktionen der Güllnern insbesondere der Alfred Ill’s.
    Nachdem die Stadt die Alte Dame Empfangen hat, und der Bürgermeister seine Rede für Claire Zachanassian gehalten hat, gesteht diese, dass sie, wie sich alle Bürger erhofft haben, der Stadt eine Milliarde spenden wird. Die Güllner können ihr Glück kaum fassen und bejubeln ihre alte Mitbürgerin, doch dann erläutert Claire ihre Bedingung genauer und er Jubel verschwindet ebenso schnell wie er gekommen ist. Eine Milliarde für Güllen gegen die Gerechtigkeit(vgl.z.21). Die Güllner werden skeptisch, und die Stimmung sinkt. Claire Zachanassian stellt ihre Forderung nun ganz klar dar: Eine Milliarde für Güllen gegen die Ermordung des beliebtesten Bürger Güllens, Alfred Ill, ihre ehemalige Jugendliebe, die sie verstoßen hat.
    Güllen lehnt den Vorschlag vorerst ab.
    Durch das Vorführen Ills, ohne die Bedingug genau zu kennen, wird eine melancholische Spannung erzeugt. Auch Ill, der eben wie der Rest seiner Mitbürger noch lautstark gejubelt hat, wird nun skeptisch und wirkt eingeschüchtert(vgl.z.23). Ill hat keine Möglichkeit sich gegen die Anklagen von Claire und ihrem Gefolge zu wehren. Er wird vor der ganzen Stadt bloß gestellt, er war auf den plötzlichen Umschwung von Feierlicher Stimmung in Ernsthaftigkeit nicht vorberietet und ist nun überfordert (vgl.z.24). Als ill mit seinem damaligem vergehen, die von ihm schwangere Claire Zachanassian verstoßen zu haben, direkt konfrontriet wird, versucht er vergeblich die Anklage als ,,alt und verjährt“ (z.36) darzustellen, um seine angesehene Persönlichkeit zu schützen, und zu zeigen wie unbedeutend und vergangen dieses damalige Geschehen
    nun für ihn ist. Claire Zachanassian nimmt sich durch das Bloßstellen Ills vor der Stadt, schon einen kleinen Teil ihrer Rache, und betont sein vergehen noch indem sie Koby und Loby oder damals Jakob Hühnerei und Ludwig Sparr, Ills Zeugen, die für ihn gelogen haben, damit er Claire verstoßen kann, mitgebracht hat. Durch das verunstalten von Koby und Loby(Kastrieren und verblenden(vgl.z.46)), demonstriert Claire Ill gegenüber ihre Macht, um im Angst um sein Geschehen zu machen. Auch durch die aussage des Butlers ,, Claire Zachanassian ließ euch suchen, in der ganzen Welt“(z.51), betont er die scheinbar unermessliche Macht Claire’s und die Sinnlosigkeit vor ihr zu fliehen. Nachdem Claire und ihr Gefolge ihre Anschuldigungen ausgesprochen haben, versucht der nun völlig verwirrte Ill, Claire zu beschwichtigen, und das das alles doch längst vergessen sein sollte. Doch Claire it so verbittert, dass sie nicht vergessen konnte. sie ist von Rache zerfressen und nennt Ills Tod ,,Gerechtigkeit“(z.17). Der Bürgermeister steht entschlossen und bleich auf(vgl.z.27) und stellt klar, dass Güllen das Angebot ,,im Namen der Menschlichkeit“(z.56) ablehnt. Doch auch der riesige Beifall und das vorerst geschlossene stehen um Ill, kann die alte Dame nicht verunsichern oder von ihrem Drang nach Gerechtigkeit abhalten. Mit der Aussage ,,ich warte.“(z.60) signalisiert sie erneut hire Entschlossenheit Ill zu töten. Auf den Leser wirkt die alte Dame in dieser Szene, so Selbstbewusst und mächtig, dass es einen einschüchternden Eindruck hinterlässt.

    Die Güllen werden im folgenden vorerst aus Egoismus zu Ill halten, da es die persönliche Menschenwürde nicht anders hergibt, niemand kann sich im Moment vorstellen, einen Freund zu töten, nur um an Geld zu gelangen. Nach und nach werden allerdings immer mehr Güllner auf Ill’s Tod spekulieren, da der Wohlstand und das Reichtum einfach zu einer stängig wachsenden Verlockung werden.

    Da sind ein paar Rechtschreibfehler drin, aber vielleicht konnte es ja doch helfen…

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