Deutsch-Themen aus dem Deutschunterricht von einem Schüler für Schüler

Nachfolgend findet man die Zusammenfassung des Kapitels „Im Dom“ des Romans „Der Proceß“ von Franz Kafka. Viel Spaß beim Durchlesen dieser Dom-Inhaltsangabe.

In der Bank bekommt Josef K. den Auftrag einem italienischen Geschäftsfreund der Bank, einige Kunstdenkmäler zu zeigen. Solche Außentermine bekam K. in letzter Zeit häufiger, er fürchtet dadurch einen Verlust seiner Stellung in der Bank, da in der Zwischenzeit der Direktor-Stellvertreter auf der Lauer liegen würde um jede Schwäche von K. auszunutzen. Dennoch wagt es K. nicht diese Aufträge abzulehnen, da dies nach seiner Meinung ein Eingeständnis seiner Angst wäre.

K. trifft den Italiener am frühen Morgen im Büro des Direktors, der ebenfalls anwesend ist. Dort erfährt K., dass der Italiener noch einige Geschäfte nachgehen müsse und er aus zeitlichen Gründen deshalb nur den Dom besichtigen möchte. Die beiden verabreden sich in zwei Stunden, also gegen etwa 10 Uhr, sich am Dom zu treffen.

Obwohl K., laut dem Erzähler, pünktlich am Dom ankommt, findet er den Italiener nicht vor. Tatsächlich ist K. aber wohl eine Stunde zu spät gekommen, denn schließlich wollten sich beide um zehn treffen, als er aber eintraf hat es elf geschlagen (!): „K. war pünktlich gekommen, gerade bei seinem Eintritt hatte es elf geschlagen, der Italiener war aber noch nicht hier.“ (S.166, Z. 22-24).
Um wie viel Uhr K. tatsächlich im Dom eingetroffen ist, bleibt aber offen. Nachdem nämlich K. im Dom auf dem Italiener eine längere Zeit wartet und anschließend auf die Uhr schaut, ist erst 11Uhr: „ … er sah auf seine Uhr, es war elf.“ (S.169, Z.33).

Gerade als Josef K. den Dom verlassen will, wird er von einem Geistlichen zurückgerufen. Der Geistliche ist ein Gefängniskaplan (ein katholischer Hilfsgeistlicher), der von Josef K.s Process weiß. Dieser teilt K. mit, dass es schlecht um seinen Process stehe und ein Urteil naht. Um K. seine eigene Situation vor Augen zu führen, erzählt der Gefängniskaplan die Parabel „Vor dem Gesetzt“ (Torhüterlegende / Torhüterparabel). Anschließend erläutert er diese noch unter verschiedene Aspekte. Auch wenn sich K. an der Diskussion über den Inhalt und der Deutung der Parabel beteiligt, scheint er doch keine Parallelen zu seiner Situation zu finden. Zumindestens wird dies nicht eindeutig erwähnt.




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4 Responses to “Im Dom Zusammenfassung – Der Process”

  1. 1
    JTSkywalker Said: @17:35 

    Bei mir steht: „K. war pünktlich gekommen, gerade bei seinem Eintritt hatte es zehn geschlagen, der Italiener war aber noch nicht hier.“ Steht in Ihrer Ausgabe wirklich elf? Und wenn ja welche ist das? Meine Ausgabe: ISBN 978-3-14-022362-1
    MfG JT

  2. 2
    Admin Said: @18:18 

    Die Inhaltsangabe dieses Kapitels bezieht sich auf die Klett-Ausgabe: 978-3123524141

  3. 3
    Lyra Said: @14:17 

    Ebenfalls in meiner Ausgabe (ein alter Sammelband aus dem Jahr 1983) steht, dass K. pünktlich um zehn Uhr den Dom erreicht hatte.

    MfG
    Lyra

  4. 4
    Jonas Said: @23:43 

    Die Uhrzeit ist je nach Auflage und Verlag unterschiedlich, da Kafka im Originalskript den Protagonisten pünktlich um elf Uhr im Dom eintreffen lässt, sein Freund Max Brod, welcher den Roman erst nach Kafkas Tod veröffentlichte, dies jedoch lediglich für einen Fehler des Autors hielt. Womöglich symbolisiert diese Verspätung K.s die innere Zerstreutheit und seinen Konflikt zwischen seiner Gedankenwelt und der realen Wahrnehmung seiner Umwelt.

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