Deutsch-Themen aus dem Deutschunterricht von einem Schüler für Schüler

Wie sich in dem Artikel zum geschichtlichen Hintergrund von Friedrich Schillers „Don Karlos“ herausgestellt hat, steht das Werk Schillers an der Grenze zwischen Weimarer Klassik und Sturm/Drang. Die Epoche der Deutschen Klassik ist von 1786 bis 1832 einzurahmen. Diese literaturhistorische Epoche war hauptsächlich von Schiller und Goethe geprägt, daher wird sie auch als Weimarer Klassik bezeichnet.

Friedrich Schiller führte aufgrund häufiger Krankheiten, politischer Verfolgung und häufigen Geldmangels ein eher ungeordnetes Leben. Ein ständiges Auf und Ab skizzierte seinen Lebenslauf. Fernab davon findet man in „Don Karlos“ auch die Grundideen seiner Zeit wieder. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um die Ideale der Aufklärung mit dem Glaube an die Erziehbarkeit des Menschen mit dem Ziel von Humanität und wahrer Menschlichkeit. Die Devise war, nicht nur einzelne Tugenden zu verkörpern, sondern nach einem Ideal, eben jener Harmonie und Totalität, zu streben. Diese Grundideen der Aufklärung in der Zeit der Deutschen Klassik waren auch maßgebend für das Schulsystem. Hier wollte man im Besonderen das Gewicht auf die Gymnasien legen und gemäß der Aufklärung die Schule dahingehend umstrukturieren, so dass sie nur zur Bildung von gutem Allgemeinwissen dienen soll. Die Schule soll nicht für einen bestimmten Beruf ausbilden, sondern Grundlagen für eine erst später erfolgende Spezialisierung schaffen.

Die Wirkung dieser aufklärerischen Ideale auf die Bürgerinnen und Bürger der damaligen Zeit war ungemein groß. Auch Schillers Tätigkeiten gingen natürlich nicht am Volksmund vorbei. Und so dauerte es nicht lange bis Schillers Zitate zu volkstümlichen Sprichwörtern wurden. In dieser Zeit waren auch erste Züge von der Entstehung eines Bildungsbürgertums zu erkennen. Dies macht den großen Einfluss Schillers in der damaligen Zeit klar, der immer mehr zunahm.




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