3. Szene Zusammenfassung – Draußen vor der Tür

Die 3. Szene des Bühnenstücks „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert ist gleichzeitig die 5. Gesamtszene. Vorausgegangen war unter anderem die Frage nach der Pflicht und der Verantwortung im Dialog des Hauptdarstellers Beckmanns und seinem alten Ego, der Andere.
Die Personen in der 3. Szene sind Beckmann, der Oberst, die Familie des Oberst, eine kurze Erwähnung erfährt der Chauffeur des Oberst, eine Rolle in der Szene spielt er aber nicht. Die Sprachanteile sind folgendermaßen verteilt: Beckmann ca. 5 Seiten, Oberst ca. 2 Seiten, Familie ca. 1 Seite, meist nur Ein-Satz Szenen.
Die Szene lässt sich in 5. Parts unterteilen. Jeweils Einleitung und Hauptteil umfassen dabei 2 Parts, das Ende nur einen. Der erste Part ist der ca. 1 ½ lange Dialog zwischen dem Oberst und Beckmann. Darin dreht es sich um das Heimkehrerschicksal, das auch auf Beckmann zutrifft. Dieser Part zeichnet sich durch eine starke Kontrastierung der beiden Personen (Beckmann und Oberst) aus. Beckmann ist „Draußen vor der Tür“, der Oberst zuhause bei seiner Familie. Beckmann ist (war) Soldat, der Oberst Offizier. Es zeigt sich der Standes- und Klassengegensatz deutlich auf.
Der zweite Part, der sich immer noch in der Einleitung befindet, ist die Mehrpersonenrede, die ca. ½ Seiten einnimmt. Hier greift die Familie des Oberst ein und deklariert Beckmann als Eindringling, ein Individuum, dass den scheinbaren „Familienfrieden“ beim Essen stört.

Im Hauptteil beginnt der dritte Part mit dem Dialog zwischen Beckmann und den Oberst, mit Beckmanns Alptraum als Thema. Dieser Teil der Szene ist gleichzeitig der Szenenkern, gleich der Dramenkern. Im Traum wird Beckmann von einem General verfolgt, der auf einem Xylophon, gebaut aus Menschenknochen, preußische Kriegs- und Militärmärsche spielt. Eine Totenarmee ruft zudem immer wieder Beckmanns Namen. Der Traum/Vision ist ein surrealistisches Antikriegsbild.
Der 4. Part ist immer noch der Dialog zwischen Beckmann und dem Oberst und umfasst auch 1 ½ Seiten. Das Thema handelt aber um die Ursachen, Beckmann lässt einen Befehl des Oberst an Beckmann Revue geschehen, durch den Beckmann 11 Männer in den Tod schickte. Es stellt sich die Frage der Verantwortung, die Beckmann nun an den Oberst abgeben möchte, damit seine Seele endlich wieder Frieden finden kann.

Im 5. Part, der auch den Schluss darstellt, macht sich der Oberst über das Vorhaben Beckmanns, der Rückgabe der Schuld, lustig. Es ist die umfangreichste Szenenrede des Offiziers die mit einer Bühnenempfehlung für Beckmann endet.
Beckmann selbst stürzt aus dem Haus und betrinkt sich mit einer, vom Oberst gestohlenen, Flasche Rum. Im Rausch nimmt er den Vorschlag des Oberst ironisch auf und macht sich auf den Weg ins Kabarett.

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