2. Szene Zusammenfassung – Draußen vor der Tür

In der 2. Szene des Stückes „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert, befindet sich der Hauptdarsteller Beckmann und das Mädchen, das ihn nach einem gescheiterten Selbstmordversuch am Ufer der Elbe gefunden hat, abends in einem Zimmer, das das Mädchen und ihr vom Krieg noch nicht zurückgekehrten Mann bewohnen. Beckmann weiß zu Beginn der Szene noch nicht, dass das Mädchen bereits liiert ist. Dieser fällt hingegen sofort Beckmanns ungewöhnliche Gasmaskenbrille auf. Ein Relikt aus vergangenen Kriegszeiten, von dem sich Beckmann nur durch das energische Drängen des Mädchen lösen kann.

Ohne die Brille nimmt Beckmann seine Umgebung aber nur verschwommen war, was ihn zutiefst irritiert. Dem Heimkehrer wird mit der Brille das letzte Vertraute genommen. Als das Mädchen anfängt von ihrem Mann zu erzählen, taucht dieser plötzlich auf. Dies zeigt dem jungen Heimkehrer Beckmann einen neuen Blickwinkel seiner Situation auf, ist er doch auch aus seinem eigenen Haus durch einen fremden Mann vertrieben worden. Wie schon zu Beginn der Szene landet Beckmann wieder „Draußen vor der Tür.“

Nach dem Umschlag der Handlung tritt auf der Straße erneut der Andere, ein verborgenes Ich in Beckmann, auf um Beckmann am Leben zu erhalten. Es folgt ein Innerer Dialog zwischen Beckmann und seinem alten Ego um die Frage, wie Leben mit der Schuld aus dem Krieg. Als Lösung offenbart sich ein erneuter Selbstmordversuch oder die Übertragung der Verantwortung. Diese erfolgt dann in der dritten Szene.

Insgesamt umfasst die Szene 4 Buchseiten, mit ca. 2 ½ Seiten besitzt der Hauptdarsteller Beckmann den meisten Sprachanteil. Das Mädchen kommt auf ca. 1 Seite, der Einbeinige Ehemann und der Andere auf ca. ½ Seiten.

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