Deutsch-Themen aus dem Deutschunterricht von einem Schüler für Schüler

Der berühmte Schriftsteller von „Don Karlos“ ist Johann Friedrich Schiller. Er stammt aus einer wohlhabenden Familie, dessen Oberhaupt, der Vater Johann Kasper Schiller eine Militärkarriere anstrebte. Der Sohn genoss eine gute Ausbildung und wurde bereits mit 23 Jahren Militärarzt.

Anhand eines Bildervergleiches von Darstellungen Schillers zu unterschiedlichen Zeiten kann man auf seinen Werdegang und die Entwicklung seiner eigenen Persönlichkeit schließen. Ein Portrait zeigt den jungen Schiller zur Zeit des Dienstes als Militärarzt. Er sieht intelligent aber gleichzeitig noch sehr verschüchtert und zurückhaltend aus. Die Bilder bescheinigen ihm jedoch eine gewisse Entwicklung. Auf einem weiteren – zeitlich anschließend folgendem – Bild sitzt er nämlich lässig und dekadent rauchend auf einem Esel. Dies drückt seine Lebensart und sein langsam wachsendes Selbstbewusstsein aus. Weiterhin wird Schiller in einem dritten Bild in hochkarätiger Gesellschaft beim dekadenten Zusammensein gezeigt, was wiederum eine erfolgreiche weitere Entwicklung Schillers belegt.

Dieser Entwicklung liegen mit Sicherheit der Ehrgeiz des jungen Schiller und sein wachsender Erfahrungsschatz zu Grunde. Dass diese sich abzeichnende Entwicklung des Schriftstellers nicht abgerissen ist, zeigt ein weiteres Bild, in dem er ein erfolgreiches Selbstbewusstsein ausstrahlt sowie jung, dynamisch und attraktiv aussieht. Hier kann man im Vergleich mit dem ersten Bild eine sehr deutliche persönliche Entwicklung erkennen.

Die Kerndaten Schillers, der von 1759 – 1805 lebte, sind also anhand dieser Entwicklung auch mit zu berücksichtigen. Geboren in Marbach am Neckar, durchlebt Schiller viele Ortswechsel seiner Familie und ein eher ungeordnetes Leben. Es ist geprägt von vielen Krankheiten und auch finanziellen Existenzängsten, vorwiegend vor seiner Zeit als Militärarzt. Don Karlos veröffentlicht er 1787, darüber hinaus ist er viel in Jena und Weimar aktiv gewesen. In der Fürstengruft zu Weimar ist er nach seinem Tod 1827 auch beigesetzt worden.




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7 Responses to “Informationen zu Schiller”

  1. 1
    Alexander Said: @17:21 

    Friedrich Schiller lebte nur bis 1805, 1827 wurden lediglich seine sterblichen Überreste in die Weimarer Fürstengruft überführt.

    Quelle: http://www.friedrich-von-schiller.de/zeittafel.htm

  2. 2
    Admin Said: @22:35 

    Hallo Alexander,

    da hast du natürlich recht. Vielen Dank für den Hinweis, habe es soeben ausgebessert!

    Gruß
    Admin

  3. 3
    Emanuel Said: @21:05 

    Ich vermute mal, dass es im letzten Absatz geboren und nicht „Geborgen“ heißen soll.

  4. 4
    Admin Said: @21:55 

    Hallo Emanuel,
    danke für den Hinweis. Du hast natürlich recht und ich habe es gleich mal verbessert.

    Grüße

  5. 5
    blaze033 Said: @22:03 

    Dennoch wurden nicht all seine Überreste an die Weimarer Fürstengruft überführt. Goethe hatte Schillers Schädel Jahrzehntelang auf seinem Schreibtisch liegen. Er diente ihm als Inzpiration und Ideenaustausch (gemeind sind Selbstgespräche)

  6. 6
    Admin Said: @22:50 

    Also nach meinem Kenntnisstand war es tatsächlich gar nicht Schillers Schädel, obwohl man lange davon ausging und Goethe selbst wohl auch daran glaubte.

  7. 7
    Alessa Said: @22:41 

    Hi,

    ähm ich bin mit deiner Darstellung Schillers nicht so ganz einverstanden, da man das ohne Hintergrundwissen falsch verstehen kann. Natürlich wuchs sein Selbstbewusstsein mit dem Alter (was irgendwie auch normal ist, oder?) aber trotzdem war er immer wieder innerlich zerissen, konnte nicht weiterschreiben, litt zudem ständig unter Krankheiten, die teilweise auf seine ungesunde Lebensweise zurück zu führen waren (galt als Paradisvogel, ging gern weg etc). Er war zwischen euphorisch und produktiv bis hin zu depressiven Zweifeln immer auch seelisch am Limit (meiner Meinung nach war er manisch- depressiv, aber na ja), hatte keine besonders stetige Persönlichkeit. Gerade deshalb war er auch ein Dichter, der immer Geldprobleme hatte. Er konnte sich trotz jahrelanger Bekanntschaft nicht zwischen zwei Schwestern entscheiden, heiratete dann zwar eine von ihnen, plante aber sogleich wie die andere ihren Ehemann loswerden konnte. Schon zu seiner Zeit auf der Schule Carl Eugens, bei der er wie du richtig sagst eine gute Ausbildung erhält, rebelliert er gegen die Zwänge der Schule (man wollte ihm das Schreiben verbieten). Er musste sich hochkämpfen und war trotzdem anfangs nicht so angesehen wie der junge Goethe der wirklich aus einem wohlhabendem Elternhaus stammt. In Don Carlos steckt z.B. im Vater Sohn Konflikt viel von seinen eigenen Erfahrungen mit dem Großherzog und eine indirekte Kritik an ihm.

    Ok….das war jetzt ganz schön viel, aber ich hab grad nochmal seine Biographie durchgeblättert und finde einfach, dass man die Entwicklung einer Persönlichkeit nicht an drei Bildern festmachen kann.

    Ansonsten ist deine Seite aber echt super…nur manchmal müsstest du ein bisschen tiefer gehen…

    Viele Grüße

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